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Donnerstag, 5 Dezember 2019, Namenstag: Sabiny, Krystyny

Kirchen

Foto: M. Kus 

Foto: M. Kus 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Kus 

Pfarrkirche befindet sich im Nordteil der Altstadt und ist ihr wichtigster Bau. Mit ihrer Errichtung begann man wahrscheinlich schon im 14. Jh. aber die Lust zur Verschönerung und zum Ausbau der wichtigsten Kirche der Stadt bewirkte, dass die heutige zwar gotische Kirche mit Manierismus- und Barockelementen verziert wurde. Zahlreiche Kunstwerke, die trotz der Brände und Plünderungen im Inneren der Pfarrkirche erhalten sind, widerspiegeln die Sorge der Bürger von Krosno um ihre Kirche. Heute ist es das schönste und prächtigste Kircheninnere Kleinpolens.

Aus der frühesten gotischen Einrichtung der Pfarrkirche sind die Skulpturen erhalten, die die Kreuzigung darstellen. Sie befinden sich auf dem Regenbogenbalken zwischen dem Hauptschiff und dem Presbyterium. Dieses ausgezeichnete Bildhauerwerk wurde in Krakauer Schnitzerwerkstatt am Anfang des 15. Jhs. geschöpft. In der Pfarrkirche in Krosno ist auch das Bild „Krönung der Mutter Gottes“ erhalten. Es ist eines der hervorragendsten Werke der Tafelmalerei auf dem Gebiet von Polen. Das Gemälde wurde in den 70-er Jahren des 15. Jhs. durch den Krakauer Maler Jan den Grossen geschöpft. In den Jahren 1638-1646, nach dem Brand der Pfarrkirche, wurde der Innenraumcharakter aus dem gotischen zum frühbarocken geändert.

Im Hauptaltar, der in den 30-er Jahren des 17. Jhs. durch die Schnitzer aus Krosno geschöpft wurde, befindet sich das Bild „Anbetung Marias von den Heiligen“. Es wurde von  venezianischem Maler Tomasz Dolabella gemalt.

Die Gemälde, die sich an Wänden und Säulen befinden, bilden eine Bildergruppe (mehr als 20 Bilder), die das Werk von Malern aus dem Kreis von Tomasz Dolabella ist. Die Bilder von dem sarmatischen und bürgerlichen Charakter sind eine einzigartige Gruppe, die die Ideen der Gegenreformation widerspiegelt und stark mit dem Kircheninneren verbunden ist.

In der Pfarrkirche sind auch bis heute das sog. sowjetische Gestühl – reich verzierte Bänke von Stadtratsherren – erhalten. In ihren Füllungen befindet sich die malerische Personifizierung der Kardinaltugenden (Zurückhaltung, Gerechtigkeit und Tapferkeit) und der theologischen Tugenden (Liebe, Hoffnung und Glauben). Daneben sieht man die Portius-Bank (die Bank des wichtigsten Stifters der Pfarrkirche) mit der malerischen Personifizierung der Gerechtigkeit. Die Familie Portius stiftete auch die zur Kirche angebaute Petrus- und
Paulus-Kapelle, die zwei Kuppeln hat und durch ihren Stifter zu seiner Grabkapelle ausgewählt wurde. Sie war ein Werk von Vincenzo Petroni, einem italienischen Architekten.

In den Jahren 1638-1651 wurde neben der Pfarrkirche der Glockenturm errichtet, dessen Bau auch Robert Portius stiftete. Im Inneren befindet sich eine der größten Glocken Polens. Sie wurde Urban benannt und ihre Durchmesser beträgt 490 cm.

Mit dieser Glocke ist eine Legende über geheimnisvolles Gold verbunden, das in einem Weinfass, das durch Robert Portius aus Ungarn gebracht wurde, gefunden wurde. Weil dieses Gold, das den Käufern während ihrer Reise heimlich zugesteckt wurde und vom Teufel stammte, fand in Ungarn und Polen  keinen geizigen Besitzer, der für es mit seiner Geist zahlen konnte, wurde es für Gott bestimmt. Mit diesem Gold stiftete man eine Glocke, die alle Katastrophen aushalten sollte. Es ist zwar eine Tatsache, dass die Glocke aus Krosno bis heute aushielt. Sie klingt wie vorher und warnt vor Hass und Habgier.

 

Foto: M. Rymar 

Foto: B. Machowski 

Kapuzinerkirche und –kloster

Außer den Stadtmauern an der ehemaligen ungarischen Handelsweg wurde Kirche und Kloster der Kapuziner errichtet, die durch Jan Klemens Branicki, den Krakauer Woiwoden und polnischen Heerführer, nach Krosno im Jahre 1753 herbeigeführt wurden. Ursprünglich siedelten sich die Kapuziner an der ehemaligen Sankt-Jakob-Kirche. In den Jahren 1755-1770  wurden an der heutigen Stelle die Kapelle und provisorische Räume für die Mönchen errichtet. 1771 begann man mit dem Bau einer Kirche, die im Jahre 1811 konsekriert wurde. Die Stifter der nach den Plänen von Kapuziner Innocenty Barth errichteten Kirche waren: Jan Klemens Branicki, die Brüder Jaworski, Adam Ignacy Lewicki und Innocenty Barth. Die aus Sandstein gemauerte Kirche ist eines der ältesten Beispiele der Barockarchitektur. Sie besteht nur aus einem Schiff mit kleinem Presbyterium mit zwei Vorhallen auf beiden Seiten. Zusätzlich am südwestlichen Kirchenteil gibt es die Kapelle.

Die Kirchenfassade, die 1781 vollendet wurde, ist zweistöckig. An der Fassade über der später zugebauten Vorhalle befindet sich die Füllung mit dem Gemälde aus der ersten Hälfte des 19. Jhs., das den Christus an der Kreuz darstellt. Das Kircheninnere wurde mit illusionistischer Polychromie geschmückt, die 1809 durch die Maler aus Krosno Antoni Smuglewicz und Andrzej Kucharski hergestellt wurde. Der Hauptaltar  wurde im Jahre 1879 von Stanisław Janik (Schnitzer aus Krosno) und Romuald Łapczyński aus Krakau ausgefertigt. In seinem Zentrum befindet sich Barockkruzifix aus der zweiten Hälfte des 18. Jhs. Im dreijochigen Hauptschiff zwischen Wandpfeilern gibt es die Arkadennischen, in denen sich die Seitenaltäre befinden, die auch von Stanisław Janik in den Jahren 1896-1899 ausgefertigt wurden. In den Altaraufsätzen gibt es die Bilder. Auf der linken Seite: „Mutter Gottes unbefleckt empfangen“ von Jan Kruszyński, dem Maler von Lemberg; im Gewölbe  „Der Heilige Peter. Vision des Heiligen Franz von Assisi“ von Jan Tabiński und auch im Gewölbe „Der Heilige Peter“. Auf der rechten Seite: „Der Heilige Antonius“, im Gewölbe „Die Heilige Maria Magdalena“ und „Der Heilige Feliks“, im Gewölbe „Der Heilige Florian“ – alle Bilder von Jan Tabiński gemalt. Zu den beachtenswert Elementen der Kircheneinrichtung zählt man auch Weikessel aus Schwarzmarmor (Anfang des 19. Jhs.), Rokokoprozessionskreuz, Grabmaltafeln mit Inschriften, liturgische Gefäße (aus 18. und
19. Jh.) sowie Messgewänder aus dem zweiten Hälfte des 18. Jhs., die durch die Benutzung der Gobelintechnik in der Manufaktur der Familie Romer in Bieździadka hergestellt wurden.

Direkt an der Kirche liegt das Kapuzinerkloster, dessen Gebäude gleichzeitig mit der Kirche errichtet wurde. Der nordwestliche Flügel wurde dank der Bemühungen des Kapuzinerprovinzials Józef Krzysik im Jahre 1853 unter der Leitung des Baumeisters Tomasz Jaźwiecki zugebaut. Das Kloster besteht aus drei Flügeln, die sich rund um den rechteckigen Klostergarten befinden. Im südöstlichen Flügel befindet sich die Sakristei und Klosterchor mit der Bibliothek im ersten Stock. Der Klosterchor wurde aus der ehemaligen Kapelle, die in den Jahren 1755-1770 errichtet wurde. Der Klosterchor wird ähnlich wie das Hauptschiff der Kirche mit der illusionistischen klassizistischen Barockpolychromie geschmückt, die von Antoni Smuglewicz und Andrzej Kucharski ausgefertigt wurde. Im Klostergebäude befinden sich mehrere Bilder aus dem 18. und 19. Jh. Rund um die Gebäuden des Klosters befindet sich der Garten, der aus der Zeit der Klostergründung stammt und mit der Mauer umzäunt ist.

Vor der Kirche befindet sich der rechteckige Innenhof, der mit der Sandmauer umzäunt ist. Von seiner Frontseite ist er halbrund. In den Nischen der Seitenmauern befinden sich die Bilder, die den Christi Kreuzweg darstellen. Sie wurden von dem Maler Papużyński aus Krosno am Anfang des 20. Jhs. geschöpft. 

 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Rymar 

Foto: M. Rymar 

Die Franziskanerkirche gehört sicher zu den ältesten erhaltenen Bauten in Krosno. Die Franziskaner erschienen in der Stadt schon im 13. Jh. und siedelten sich ursprünglich an einer kleinen Kapelle. Mit der Errichtung eines neuen und größeren Tempels begann man im 14. und 15. Jh. Er funktionierte unverändert bis zum 17. Jh. In den Jahren 1647-1648 stiftete Stanisław Oświęcim, der Höfling des Königs Władysław IV., die Grabkapelle, die nach dem Projekt von Vinzenco Petroni, einem italienischen Architekten, errichtet wurde. Der Schöpfer von der Stuckdekoration in der Oświęcim-Kapelle war Giovanni Battista Falconi. Diese Kapelle ist eines der hervorragendsten Werke des 17. Jhs.

Mit ihrem Bau ist eine romantische Legende über die tragische Liebe des Stiefgeschwisters verbunden. Nach der Legende starb Anna wartend auf Stanisław, der in Rom bei dem Heiligen Vater um die Einwilligung für ihre Trauung bat. „… wenn sich Frankreich mit dem Grab von Abelard und Heloisa rühmt und Italien stolz die Überreste von Laura und Petrarca zeigt, dann kann auch unser Land mit dem Bestattungsort von zwei Verliebten rühmen…“, die in den Werken von Dichtern wie M.Białoszewski, Malern wie J.Matejko und S.Bergman sowie dem Musiker M. Karłowicz auftauchen.

Die Franziskanerkirche verbrannte fast völlig im Jahre 1872. Durch den Brand wurde ihre fast ganze Einrichtung zerstört. Die einzigen erhaltenen Elementen sind die Grabdenkmäler von: Jan Kamieniecki – ein Werk von Jan Maria Padovano (16. Jh.); Jadwiga Firlej, geb. Włodek – ein Werk von Giovanni Lucano Reitino aus Lugano (aus dem Jahre 1611) sowie zweistöckiges Grabdenkmal von Jan Jędrzejowski und seiner Frau Elżbieta (Ende des 16. Jhs.). An der rechten Seite des Presbyteriums befindet sich das Grabdenkmal von Barbara Mniszchowa, geb. Kamieniecka. 1994 wurden während der Konservierung die Fragmenten von mittelalterlichen Wandgemälden entdeckt, die heute in der Verklärung-Christi-Kapelle ausgestellt werden.

 

Foto: D. Piwka 

Foto: Z. Piwka 

Die Sankt-Wojciech-Holzkirche

Die Gebäude, die sich außer den Befestigungsanlagen von Krosno befanden, waren auch für die Stadt von Bedeutung. Auf der anderen Seite des Flusses Wisłok in der sog. Obervorstadt an der Stelle, wo nach der Legende der Heilige Wojciech während der Reise von Prag nach Gniezno rasten sollte, wurde im 15. Jh. die Sankt-Wojciech-Holzkirche errichtet. 1903 wurde sie nach dem Projekt von Tadeusz Stryjeński gründlich umgebaut.

 

 

 

 

Foto: M. Rymar 

 

Das Gebäude des Jesuiten-Kollegiums

Im Westteil der Stadt wurden in der zweiten Hälfte des 17. Jhs. der Schutzmauer entlang das Gebäude des Jesuiten-Kollegiums errichtet. Nach der Aufhebung des Jesuiten-Ordens im Jahre 1773 gab es in diesem Gebäude eine Schule und später ein Krankenhaus. Die Kirche wurde durch die Österreicher im Jahre 1807 zerstört. Die Einrichtung der Kirche wurde verkauft. Nach dem Brand im Jahre 1849 begann man das Gebäude stufenweise wiederaufzubauen. Heute befindet sich darin die Staatliche Berufshochschule in Krosno.

Außer der Befestigungsanlagen der Stadt in der Nähe des Krakauer Tors befand sich auch der Palast der Bischöfe aus Przemyśl. Zuerst war es ein Holzgebäude und seit dem 17. Jh. ein gemauerter Bau. Heute ist es der Sitz des Vorkarpaten-Museums, wo die größte und zugleich eine der schönsten Sammlungen von Petroleumlampen sowie die Relikte der Schutzmauer von Krosno ausgestellt werden.

 

 

Emaus-Kapelle (ul. Kletówka)

Die Kapelle des Heiligen Kreuzes, die auch als Emaus-Kapelle bezeichnet wird, wurde im 18. Jh. durch die Jesuiten außer der alten Stadt errichtet. 1930 wurde Presbyterium, Sakristei und Portikus angebaut. Aus demselben Jahr stammt der Hauptaltar, der von Apoloniusz Kędzierski ausgefertigt wurde. Im Seitenaltar befand sich ursprünglich das Bild „Mutter Gottes mit dem Kind Jesus“, das nach seiner Konservierung zur Zeit in der Skapulierkapelle in der Pfarrkirche zu sehen ist.
 

Ordenshaus der Missionarinnen des Heiligen Peter Klaver (ul. Łukasiewicza)

Der Orden der Missionarinnen des Heiligen Peter Klaver wurde im Jahre 1894 von der Seligen Maria Teresa Ledóchowska gegründet. Das erste Ordenshaus in Krosno entstand in den Jahren 1929-1930 nach dem Entwurf des Baumeisters aus Krosno Stanisław Bergman. Es befindet sich im westlichen Stadtteil am Fluss Lubatówka. In der Kapellensakristei gibt es das Kreuz aus der zweiten Hälfte des 18. Jhs. sowie Flachrelief von Andrzej Lenik, das die Heilige Katharina darstellt. Die Missionarinnen führen ihr Missionsmuseum, wo die Ausstellung der aus den Missionen in Afrika, Asien, Nordamerika und Australien gebrachten Gegenstände zu sehen ist.
 

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