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Donnerstag, 5 Dezember 2019, Namenstag: Sabiny, Krystyny

Sonstige sehens würdigkeiten

Die im 19. und 20. Jh. errichteten Gebäuden widerspiegeln die immer größere Bedeutung der Stadt. Hinter dem ehemaligen Ungarischen Tor wurden die folgenden Gebäuden gebildet: Gericht, Lehrerseminar, Realschule, die Turngenossenschaft „Sokół“ sowie der Vorschussverein. Südlich von der Altstadt (Strassen: ul. Staszica, ul. Grodzka und ul. Lwowska) kann man typische für das 19. Jh. vorstädtische Villen, die häufig durch die Künstler von Krosno verziert wurden, beobachten. Am Anfang des 20. Jhs. entstanden auch zahlreiche Industriegebäuden wie: Glashütte, Dampfweberei sowie Gummiwerke „Wudeta“. Innerhalb der Altstadt an der Stelle von „Holzbuden“ entstanden  zweistöckige Wohnhäuser mit den im Sezessionsstil verzierten Fassaden. Ein Beispiel dafür sind die Gebäuden an den Strassen ul. Ordynacka und ul. Słowackiego, Gebäude der Bürgerlichen Genossenschaft „Zgoda“ – Sitz der Grossen Zunft der Christlichen Handwerker sowie Gebäude der Ersten Landesturmuhrfabrik von Michał Mięsowicz, in dem sich heute das Handwerkmuseum befindet. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Stadt sowie des Handwerkes von Krosno, wobei man sich die Werkzeuge, Produkte und Urkunden von dem 17. bis zum 20. Jh. ansehen kann.

Foto: D. Piwka 

Gebäude des ehemaligen Vorschussvereines

In der Nähe von der Kapuzinerkirche und -kloster befindet sich das Gebäude des ehemaligen Vorschussvereines, die im Jahre 1874 von Tytus Trzecieski, Karol Klobassa und Ignacy Łukasiewicz gegründet wurde. Es wurde vom Baumeister Eugeniusz Ronka in den Jahren 1893-1894 nach dem Projekt des Architekten Adolf Stapf errichtet.

Dieses zweistöckige stattliche Gebäude besitzt Elemente, die für Neurenaissance typisch sind. Die Fassade auf der Seite der Böschung besitzt den Risalit, der im Oberteil der Fassade mit Arkadeneckloggias offen ist. Unter dem Dach befindet sich den Fries, der die mit Weberei, Erdölindustrie verbundenen Szenen sowie Porträts von den Mitgründern des Vorschussvereines darstellt. Der Fries wurde im Jahre 1894 von Franciszek Daniszewski, dem Maler aus Krosno, ausgefertigt. 1952 wurde er von Stanisław Kochanek renoviert. Ursprünglich befand sich in diesem Gebäude neben dem Vorschussverein auch ein Kasino mit einem Bankettsaal. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dort eine Bonbonfabrik und heute nach einer Generalrenovierung ist es der Sitz einer Bank.

Gebäude des Kreisrates – heute Stadtamt (ul. Staszica 2)

Das Gebäude des Kreisrates wurde auf dem vorher schon bebauten Gebiet errichtet. In einer öffentlichen Lizitation im Jahre 1898 und 1901 wurden zwei Grundstücke gekauft, die eine günstige Lage hatten (am Platz, wohin alle Strassen im Südteil der Stadt führten). Der Bau nach dem Projekt von Oskar Łoziński dauerte von 1901 bis 1904. Es entstand ein stattliches mehrstöckiges Gebäude mit drei Flügeln. Das Gebäude hatte die Gestalt des Buchstaben „U“. Die Vorderfassade mit einem erhöhten Risalit besitzt ihr eigenes Dach. Im zweiten Stock über der doppelten Fensterreihe befinden sich die Wappen: in der Mitte der Adler mit einer Krone, auf der rechten Seite das Wappen von Krosno und auf der linken Seite das Wappen mit Kennzeichen von drei Kronen, Schachbrett, Adler und Adler. In der Vordertür, in Oberlichten des Durchfahrtstors sowie in der inneren Pendeltür kann man die Gitter mit geometrischer Pflanzenornamentik bewundern. Bis zum Jahre 1975 war dieses Gebäude der Sitz des Kreisrates.

Der Sitzungssaal diente auch als Ballsaal. Seit dem Anfang des Jahres 1975 befanden sich dort auch ein Postamt und später die Woiwodschaftsverwaltung (1975-1990). Nach der Generalrenovierung (1991-1993) wurde dieses Gebäude zum Sitz des Stadtamtes und des Stadtrates.

Vor dem Gebäude befindet sich das Denkmal von Ignacy Łukasiewicz, dessen Autor der Bildhauer Jan Raszka war. Das Denkmal wurde feierlich im Oktober 1932 enthüllt.


 

Sankt-Joseph-Kinderheim – Ordenshaus der Schwestern vom Heiligen Josef (ul. Grodzka 1)

Das Gebäude befindet sich an der Strasse Grodzka 1 und war in den Jahren 1909-1912 errichtet. Dank der Bemühungen des Priesters Zygmunt Gorazdowski (Ordensgründer) kamen die Schwestern vom Heiligen Josef in Krosno aus Lemberg schon im Jahre 1899 an. Gleich danach begannen sie mit der Veranstaltung eines Heimes für elternlose Kinder. Am Anfang kauften sie ein Holzhaus mit einem Garten, das sich im Vorderteil dieses Grundstückes befand. Der Bau eines neuen Hauses wurde im Jahre 1909 begonnen. Das neue Gebäude wurde von Jan Sas-Zubrzycki entworfen. Seine senkrecht geteilte Vorderfassade besitzt den exponierten dreieckig geschlossenen Risalit, wo sich im ersten Stock die Apside einer Kapelle befindet. In der halbrund geschlossenen Nische befindet sich die Figure von Sankt-Joseph. Rund um das Gebäude gibt es einen hervorragend gepflegten Blumengarten.


 

Foto: D. Piwka 

Gerichtsgebäude (ul. Sienkiewicza 12)

Das Gerichtsgebäude wurde im Zwinger der ehemaligen Schutzmauern errichtet. Das Grundstück für seinen Bau wurde im Jahre 1910 durch den Staat gekauft. In demselben Jahr begann man mit dem Bau, der 1913 vollendet wurde. Der Entwerfer war Stanisław Bergman – ein Neffe des bekannten und gleichnamigen Malers. Während des Krieges von 1914 bis 1915 befand sich dort der Sitz des Stabs von General Brusiłow und später ein Militärlazarett. Nach dem Krieg erfüllte es wieder seine ursprüngliche Funktion eines Gerichts. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gerichtsgebäude wieder in ein Militärlazarett verwandelt. Seit dem Kriegsende ist es wieder der Sitz des Gerichts. Es ist ein zweistöckiges Gebäude in der Gestalt eines Fünfeckes mit einem Innenhof.

Seine Fassade ist dreiteilig abgeschlossen. Im Zentrum gibt es eine Uhr, die sich an dieser Stelle seit dem Jahre 1912 befindet und aus der Ersten Landesturmuhrfabrik von Michał Mięsowicz in Krosno stammt.


 

Haus, in dem Jan Szczepanik lebte

Das Gebäude, das sich in der Nähe vom Marktplatz an der Kreuzung von ul.Szczepanika und ul. Sienkiewicza befindet, stammt aus dem Jahre 1826. In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. gab es hier die Kreisstarostei. In diesem Haus verbrachte Jan Szczepanik (1872-1926), Erfinder im Bereich der Weberei, Farbfotographie und des Filmes, seine ersten Jahre. Zur Erinnerung daran wurde im Jahre 1972 eine Tafel nach dem Entwurf von Stanisław Kochanek eingemauert, die durch die Genossenschaft „Freunde von Krosno“ stiftet wurde.


 

Foto: M. Rymar 

Haus des Malers Stanisław Bergman (ul. Staszica 3)

In den Jahren 1903-1904 wurde an den Mauern des Gartens vom Kapuzinerkloster das Haus des Malers Stanisław Bergman aus Krosno errichtet. Sein Entwerfer war der Architekt Jan Sas-Zubrzycki. Dieses zweistöckige Gebäude ist ein Beispiel für den Villastil, der am Ende des 19. Jhs. und am Anfang des 20. Jhs typisch war. Das Haus besitzt einen Eckturm, wo sich die Werkstätte des Malers befanden. Das Erdgeschoss wird mit charakteristischen horizontalen Backstein- und Putzstreifen betont. Im Inneren sind an den Balken die Fragmenten der von dem Künstler ausgefertigten Polychromie erhalten.

 

Lehrerseminar für Männer – heute Gymnasium Nr. 1

Um die Eröffnung des Lehrerseminars bemühte man sich schon im Jahre 1891. Nach vier Jahren am 9. Juni 1895 gab es endlich die Einwilligung für die Eröffnung des Lehrerseminars in Krosno mit dem Polnischen als Unterrichtssprache und dem obligatorischen Ukrainischen. Am Anfang fanden die Unterrichte im Bischofspalast statt. Das neue Gebäude wurde im Jahre 1898 eröffnet. Nach ein Paar Jahren begann man mit dem Bau des Internats für die Schüler. Beide Gebäuden wurden in den 60-er Jahren miteinander verbunden.


 

Foto: D. Piwka 

Gymnasium – heute Kopernikus-Allgemeinbildendes Lyzeum

Auf der anderen Straßenseite befindet sich das monumentale Gebäude des Kopernikus-Allgemeinbildendes Lyzeums. Fast das ganze 19. Jh. hindurch bemühte man sich um die Eröffnung des Gymnasiums in Krosno.1880 entstand das Projekt der Bedeutungssteigerung von Krosno, das die Eröffnung eines Gymnasiums vorhersah. Jedoch erst im Jahre 1900 gab es die Einwilligung für die Gründung einer Realschule. Aus dem Jahre 1902 stammen die Baupläne von dem Stadtarchitekten K.Kotłowski und das ähnliche Projekt von Bolesław Mańkowski. Man entschied sich für das Projekt von Bolesław Mańkowski. Man ließ das Gebäude der Firma Fleischer, Jaworski, Łoziński errichten. Die Bauarbeiten dauerten von 1904 bis 1905.

Das Gebäude aus Backstein wurde mit Steinmetzelementen geschmückt und hat Gestalt des offenen Vieleckes und besitzt einen Innenhof. Die Hauptfassade spielt zugleich die Rolle einer Eckfassade und besitzt einen Mittelrisalit, wobei sie dreiteilig abgeschlossen ist. In ihrem Oberteil gibt es eine Wappenkartusche. Ursprünglich gab es rund um das Gebäude die Umzäunung mit Jochen, die in den Werkstätten des Handwerkers Jan Zygmuntowicz in Krosno hergestellt wurden. In den 70-er Jahren wurde die Grundmauer zerstört und die Jochen zur Umzäunung des Handwerkmuseum benutzt.

Vor dem Gebäude wurde im Jahre 1973 das Denkmal von Nikolaus Kopernikus enthüllt, das ein Werk von Stanisław Kochanek aus Krosno war.


 

Foto: M. Rymar 

Gebäude der Turngenossenschaft „Sokół“ – heute Kino „Sokół“ (ul. Grodzka 15)

Die Turngenossenschaft „Sokół“ in Krosno wurde im Jahre 1892 als eine der Zellen von der 1867 gegründeten Turngenossenschaft in Lemberg eröffnet. Das mehrstöckige gemauerte Gebäude enthielt im ersten Stock einen großen Turnsaal und wurde in den Jahren 1898-1899 wahrscheinlich nach dem Projekt des Malers Franciszek Daniszewski errichtet. Im dreiteilig abgeschlossenen Risalit der Vorderfassade befindet sich die Kartusche mit dem Bild eines Falken (das polnische Wort „sokół“ bedeutet „Falke“). Während des Ersten Weltkrieges hatten in diesem Gebäude die Landwirtschaftlichen Genossenschaften ihren Sitz. Nach dem Krieg gab es hier dagegen einen Theatersaal und Kino. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Tätigkeit der Turngenossenschaft aufgehoben. Das Gebäude war dann das Eigentum des Generalgouvernements und nach dem Kriegsende des polnischen Staates. Nach der Generalrenovierung und Vermauerung des Fensters im Theatersaal gibt es hier das Kino „Sokół“.


 

Haus von dem Bildhauer Andrzej Lenik (ul. Lwowska 6)

An der Strasse, die in Richtung von Sanok führt und zugleich am ehemaligen ungarischen Handelsweg befindet sich das Haus, das für den Bildhauer Andrzej Lenik errichtet wurde. Sein Entwurf stammt aus dem Jahre 1897 und wurde von dem Architekten Jan Sas-Zubrzycki vorbereitet. Dieses Haus ist ein Beispiel für den charakteristischen Still der vorstädtischen Villen am Ende des 19. Jhs. Es wurde in zwei Etappen errichtet. Am Anfang wurde sein Wohnteil gebaut und nach ein Paar Jahren wurde dem Haus ein Eckturm mit den Werkstätten des Künstlers angeschlossen. Die Vorderfassade besitzt eine Arkadeneintrittsloggia an einer Säule unterstützt und mit der Skulptur, die einen weiblichen Kopf darstellt, geschmückt. Auffallend ist auch die Sgraffittodekoration, die die weibliche Personifizierung der schönen Künste darstellt, die lateinische Sentenz „Ars longa, vita brevis“ sowie das Jahr 1898. Sie wurden von Andrzej Lenik und Seweryn Bieszczad ausgefertigt.


 

Ältesten Gebäuden der Glashütte – heute Glashütte Krosno (KHS)

Der Komplex der alten Gebäuden der Glashütte in Krosno wurde auf dem Grundstück, das von der Familie Kaczorowski gekauft wurde, in den Jahren 1923-1924 durch die Gesellschaft „Polnische Glashütten“ errichtet. Die zu kleinen Gebäuden waren jedoch chaotisch verteilt. 1944 wurden sie fast völlig zerstört. Mit ihrem Wiederaufbau begann man kurz nach dem Kriegsende.

In einem kleinen Park, der direkt an der Glashütte liegt, befindet sich unter den Bäumen der ehemalige Palast der Familie Kaczorowski. Er wurde im Jahre 1904 errichtet, wobei er nach den Kriegen als Betriebskulturhaus der Glashütte Krosno gebraucht war.


 

Gebäude der Bürgerlichen Genossenschaft „Zgoda“ (ul. Piłsudskiego 14)

Die Bürgerliche Genossenschaft „Zgoda“ in Krosno wurde im Jahre 1891 gegründet. Das Hauptziel der Genossenschaft war die Erhöhung des kulturellen, sozialen und ökonomischen Niveaus des christlichen Bürgertums. Sie hatte ihre eigene Bibliothek sowie Zeitschriftsleseraum und veranstaltete Vorlesungen, Vorstellungen des Amateurstheaters und Konzerte. Im Jahre 1909 wurde auf einem kleinen Grundstück direkt am Bischofspalast und Wohnhaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jhs. das Gebäude errichtet, das zum Sitz der Genossenschaft „Zgoda“ wurde. Es ist ein gemauertes mehrstöckiges Gebäude mit der Vorderfassade mit den charakteristischen für die Sezessionsornamentik Elementen. Der Eintritt befindet sich im engen Risalit mit dem halbrunden Oberteil, in dem es die Kartusche mit dem Wappen von Krosno gibt. Auf der rechten Seite zwischen Fenstern sieht man einen Adler mit einer Krone und das litauische Wappen, das den Namen „der Verfolger“ trägt. Fast vom Anfang an war dieses Gebäude der Sitz der Grossen Gemeinsamen Zunft der Christlichen Handwerker in Krosno, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Zunft verschiedener Handwerke verwandelt wurde.
 

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